EMS-Gerät Kosten: Was Body-Forming-Geräte kosten
Ein EMS- oder Body-Forming-Gerät fürs Studio gibt es ab rund 4.000 Euro. Solide Studio-Geräte liegen grob zwischen 6.000 und 12.000 Euro, Premium- und Kombigeräte reichen bis über 17.000 Euro. Die bekannten Markengeräte Emsculpt und Emsculpt NEO listen wir bewusst nicht, sie laufen über Kliniken und Ärzte und sind meist deutlich teurer oder nur auf Anfrage zu bekommen. Dazu kommen laufende Kosten für Applikatoren, Wartung und die Fachkunde-Schulung nach NiSV.
Was kostet ein EMS-Gerät in der Anschaffung?
Den einen Preis gibt es nicht. Zwischen einem einfachen EMS-Gerät mit vier Applikatoren und einem Kombisystem mit Radiofrequenz und hoher Feldstärke liegen Welten, preislich wie funktional. Damit du eine realistische Vorstellung bekommst, haben wir die Geräte aus unserem EMS- und Body-Forming-Vergleich in drei Preisklassen sortiert. Alle genannten Preise stammen direkt von den Anbietern und sind mit Datum geprüft.
Einstieg: ab rund 4.000 Euro
Am unteren Ende stehen EMS-Geräte, die auf die reine Muskelstimulation setzen. Der EMSzero PRO von beautygeraete.de kostet zum Beispiel 3.999 Euro und bringt bis zu vier Applikatoren sowie ein Sitzpad fürs Beckenboden-Training mit. Etwas darüber liegt der e-Frequency EMRF von DermaProfis für 5.299 Euro, ein Einstiegsgerät, das EMS mit Radiofrequenz kombiniert. Für den Betrieb ist laut Anbieter ein NiSV-Fachkundenachweis nötig.
Mittelklasse: rund 6.000 bis 12.000 Euro
Hier bekommst du Studio-Geräte mit mehreren Applikatoren, teils mit Zusatztechnik. Der Myoslim PRO liegt bei 6.199 Euro und verbindet EMS mit zwei Madero-Rollern. Der EMS Tesla Muskeltrainer kostet 6.799 Euro und arbeitet mit vier Applikatoren und bis zu 7 Tesla. Das ROSSA von euro-ipl-shop liegt bei 6.995 Euro netto und kombiniert HI-EMT mit Mikrovibration. Weiter oben stehen der EMS Frequency 5000 für 8.999 Euro und der e.MS ElectraFit 3000 für 11.999 Euro, beide von DermaProfis und beide mit Radiofrequenz kombiniert.
Premium und Kombigeräte: bis über 17.000 Euro
Im oberen Bereich sind Geräte mit hoher Feldstärke, vielen Handstücken oder Radiofrequenz zu Hause. Der EMS BodyCult von SHR Germany kostet 12.990 Euro und lässt sich laut Anbieter ab 248,11 Euro pro Monat leasen. Der e.MS ElectraFit 3500 liegt bei 15.999 Euro und deckt mit zehn Handstücken Gesicht und Körper ab. Der MAGNETO mit bis zu 7 Tesla kostet aktuell 16.995 Euro netto (Aktionspreis, regulär 19.995 Euro), das EM-Contouring Slim mit HI-EMT und Radiofrequenz 17.731 Euro netto. Das CM Slim aus Südkorea mit bis zu 11 Tesla nennt seinen Preis nur auf Anfrage.
Ein Wort zu den Markengeräten Emsculpt und Emsculpt NEO
Wer nach Preisen sucht, stößt schnell auf die Namen Emsculpt und Emsculpt NEO. Diese HIFEM-Markengeräte listen wir in unserem Vergleich bewusst nicht, weil sie in Deutschland primär über Kliniken, Ärzte und Med-Spas vertrieben werden und nicht über den regulären Studio-Kanal. Für dich als Studio heißt das: Die im Studio üblichen HI-EMT- und EMS-Geräte, die wir hier vergleichen, sind preislich meist deutlich günstiger. Die Markengeräte liegen in der Regel höher oder werden nur auf Anfrage bepreist. Wichtig ist die ehrliche Einordnung: Die belastbaren Studiendaten stammen von den Markengeräten, nicht automatisch von jedem Studio-Gerät. Mehr dazu liest du im Ratgeber worauf du beim Kauf achten solltest.
Laufende Kosten, die oft vergessen werden
Der Kaufpreis ist nur ein Teil der Rechnung. Im Betrieb kommen weitere Posten dazu, die viele Studios beim ersten Angebot übersehen. Konkrete Eurobeträge lassen sich hier seriös nicht nennen, weil sie je nach Gerät und Anbieter stark schwanken. Die folgenden Punkte solltest du aber als branchenübliche Erfahrungswerte einkalkulieren:
- Applikatoren und Pads als Verschleiß: Handstücke, Applikatoren und Pads nutzen sich mit der Zeit ab und müssen ersetzt werden. Frag beim Anbieter, wie lange sie halten und was Ersatz kostet.
- Fachkunde-Schulung nach NiSV: EMS- und Magnetfeld-Muskelstimulation fällt unter die NiSV. Manche Anbieter legen Schulungsmodule bei, bei anderen kostet die Fachkunde extra.
- Wartung und Service: Wartungsverträge und Garantieverlängerungen sind je nach Anbieter optional oder inklusive. Frag vor dem Kauf, was abgedeckt ist und was extra kostet.
- Raum- und Personalkosten: Die Behandlung bindet einen Raum und Arbeitszeit und gehört in jede Kalkulation.
Kauf, Leasing oder Finanzierung?
Nicht jedes Studio will fünfstellige Summen auf einen Schlag binden. Deshalb bieten mehrere Anbieter Leasing oder eine 0-Prozent-Finanzierung an. Beim EMS BodyCult startet das Leasing laut Anbieter bei 248,11 Euro pro Monat über 48 Monate. Auch bei mehreren DermaProfis-Geräten ist laut Anbieter eine 0-Prozent-Finanzierung ohne Anzahlung möglich. Eine feste Monatsrate macht die Kosten planbar und schont die Liquidität, über die gesamte Laufzeit ist ein Direktkauf aber meist günstiger. Was für dich passt, hängt von deiner Finanzierung und steuerlichen Situation ab, mehr dazu auf unserer Seite zur Finanzierung.
Ein Wort zur NiSV-Fachkunde
Ein Kostenpunkt, der beim reinen Gerätevergleich oft untergeht: die Fachkunde nach der NiSV. EMS- und Magnetfeld-Muskelstimulation zählt zu den Anwendungen mit elektromagnetischen Feldern, für die nicht-ärztliche Anwender einen Fachkundenachweis brauchen. In Anlage 3 der NiSV gibt es dafür ein eigenes Fachkundemodul zur Stimulation mit elektromagnetischen Feldern. Diese Schulung ist ein eigener Kostenblock, den du von Anfang an einplanen solltest. Ob die Fachkunde beim Gerät dabei ist oder separat berechnet wird, ist von Anbieter zu Anbieter unterschiedlich. Die konkreten Anforderungen und Einzelfälle solltest du mit der zuständigen Behörde bzw. einer Rechtsberatung klären.
Preis und Ausstattung gehören zusammen
Eine letzte Einordnung: Der Preis ergibt erst im Verhältnis zur Ausstattung Sinn. Ein günstiges Einsteigergerät kann für den Start genau richtig sein, ein Kombigerät mit Radiofrequenz und hoher Feldstärke zahlt sich dagegen erst bei entsprechender Nachfrage aus. Welche Kriterien beim Kauf wirklich zählen, liest du im Ratgeber EMS-Gerät kaufen: worauf du achten solltest. Für den direkten Überblick hilft dir die Vergleichstabelle.
Häufige Fragen zu den Kosten
Was kostet ein professionelles EMS-Bodyforming-Gerät?
Der Einstieg beginnt bei rund 4.000 Euro für ein EMS-Gerät mit vier Applikatoren. Solide Studio-Geräte liegen grob zwischen 6.000 und 12.000 Euro. Premium- und Kombigeräte mit Radiofrequenz oder hoher Feldstärke reichen bis über 17.000 Euro. Die Markengeräte Emsculpt und Emsculpt NEO listen wir bewusst nicht, sie laufen über Kliniken und Ärzte und sind meist deutlich teurer oder nur auf Anfrage erhältlich.
Was ist der Unterschied zwischen EMS, HI-EMT und HIFEM?
Alle drei arbeiten mit demselben Grundprinzip: einer starken elektromagnetischen Muskelkontraktion. HIFEM ist der Markenbegriff der Emsculpt-Geräte, die in Studien untersucht wurden. HI-EMT und EMS sind die Bezeichnungen, die die meisten im Studio erhältlichen Geräte nutzen. Preislich sagt die Abkürzung wenig aus, entscheidend sind Feldstärke, Applikatoren und Ausstattung.
Welche laufenden Kosten kommen bei einem EMS-Gerät dazu?
Applikatoren und Pads sind Verschleißteile und müssen ersetzt werden. Dazu kommen Wartung und Service, die Fachkunde-Schulung nach NiSV als eigener Kostenblock sowie Raum- und Personalkosten. Konkrete Eurobeträge schwanken je nach Gerät, Anbieter und Auslastung stark und lassen sich nicht pauschal beziffern.
Kann man ein EMS-Bodyforming-Gerät leasen?
Ja. Mehrere Anbieter bieten Leasing oder eine 0-Prozent-Finanzierung an. Beim EMS BodyCult von SHR Germany startet das Leasing laut Anbieter zum Beispiel bei 248,11 Euro pro Monat über 48 Monate. Eine feste Monatsrate macht die Kosten planbar und schont die Liquidität.
Kostet die NiSV-Fachkunde extra?
Meistens ja. EMS- und Magnetfeld-Muskelstimulation fällt unter die NiSV, für nicht-ärztliche Anwender ist ein Fachkundenachweis nötig. Manche Anbieter legen passende Schulungsmodule bei, bei anderen buchst du die Fachkunde separat. Plane diesen Punkt als eigenen Kostenblock ein und kläre die konkreten Anforderungen mit der zuständigen Behörde.
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