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Kosmetikstudio-Software: der Auswahl-Guide für Studios

Die richtige Software spart im Studioalltag jeden Tag Zeit: weniger Telefon, weniger No-Shows, sauber dokumentierte Kundinnen. Dieser Leitfaden zeigt dir, welche Funktionen wirklich zählen, welche Preismodelle es gibt und worauf du bei der Anbieterwahl achten solltest.

Welche Funktionen zählen

Online-Terminbuchung

Kundinnen buchen rund um die Uhr selbst, direkt über deine Website, Google oder einen Buchungs-Marktplatz. Das entlastet das Telefon und füllt Randzeiten. Achte auf 24/7-Verfügbarkeit, Anzahlungen bei der Buchung und die Anbindung an deinen Kalender.

Kunden- & Behandlungsverwaltung

Eine digitale Kundenkartei mit Behandlungshistorie, Notizen, Fotos und Einwilligungen ersetzt den Zettelkasten. Für viele Behandlungen mit Geräten ist eine sauber dokumentierte Aufklärung ohnehin Pflicht.

Kasse & TSE

Eine integrierte Kasse muss in Deutschland über eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) verfügen und GoBD-konform aufzeichnen. Prüfe, ob die Software das abdeckt oder ob du eine separate Kassenlösung brauchst.

Erinnerungen & No-Show-Schutz

Automatische Termin-Erinnerungen per SMS oder E-Mail senken Ausfälle spürbar. In Kombination mit Anzahlungen oder Kreditkarten-Hinterlegung schützt das vor No-Shows, dem größten stillen Umsatzverlust im Studio.

Marketing & Bewertungen

Newsletter, Gutscheine, Treueprogramme und automatisierte Bewertungsanfragen helfen, Kundinnen zu binden und neue zu gewinnen. Manche Systeme bündeln das, bei anderen brauchst du Zusatztools.

Mitarbeiter- & Ressourcenplanung

Sobald mehrere Personen oder Geräte im Einsatz sind, zählt die Ressourcenplanung: Wer behandelt womit und wann. Gute Software verhindert Doppelbuchungen von Raum, Gerät und Fachkraft.

Preismodelle im Überblick

Monatliche Lizenz (SaaS)

Der Klassiker: eine feste Monatsgebühr, oft gestaffelt nach Zahl der Mitarbeitenden oder Funktionsumfang. Planbar und unabhängig vom Umsatz. Achte auf Vertragslaufzeit, Kosten pro zusätzlichem Nutzer und ob SMS-Erinnerungen extra kosten.

Provisions- / Marktplatzmodell

Buchungs-Marktplätze stellen die Software teils günstig oder kostenlos bereit und verdienen an einer Provision je vermittelter Neukundin. Das bringt Reichweite, kann bei vielen Marktplatz-Buchungen aber teuer werden. Rechne die effektiven Kosten für dein Buchungsvolumen durch.

Kostenlose Basisversionen

Einige Anbieter locken mit einer Gratis-Einstiegsversion. Sinnvoll zum Testen, aber prüfe genau, welche Funktionen fehlen (oft Kasse, Marketing oder Mitarbeiterzahl) und was der Wechsel in einen bezahlten Tarif kostet.

Konkrete Preise nennen wir bewusst nicht: Sie ändern sich laufend und hängen von Tarif, Nutzerzahl und Zusatzmodulen ab. Vergleiche die aktuellen Konditionen direkt beim Anbieter.

Worauf du bei der Auswahl achten solltest

DSGVO & Serverstandort

Du verarbeitest sensible Kundendaten. Ein Anbieter mit Serverstandort in der EU und einem sauberen Auftragsverarbeitungsvertrag (AVV) erspart dir Ärger. Frage aktiv danach.

TSE & GoBD

Wenn die Software als Kasse dient, muss sie die Kassensicherungsverordnung erfüllen (zertifizierte TSE, GoBD-konforme Aufzeichnung, Belegausgabepflicht). Ohne das drohen bei einer Prüfung Probleme.

Marktplatz oder reine Software

Ein Marktplatz bringt Sichtbarkeit und Neukundinnen, aber du teilst dir die Kundin mit der Plattform. Reine Verwaltungssoftware gehört dir allein, bringt aber keine Reichweite. Viele Studios kombinieren beides bewusst.

Vertragsbindung & Datenexport

Prüfe Kündigungsfristen und ob du deine Kunden- und Termindaten jederzeit exportieren kannst. Ein Anbieter, der dich nicht mit deinen Daten gehen lässt, ist ein Warnsignal.

Etablierte Anbieter am DACH-Markt

Eine kleine, nicht abschließende Orientierung. Prüfe Funktionsumfang und aktuelle Preise immer direkt beim Anbieter — welche Lösung passt, hängt von der Größe deines Studios und deinen Schwerpunkten ab.

Shore

Studioverwaltung mit Online-Terminbuchung, Kasse und Marketing, mit Sitz in München und DACH-Fokus.

Treatwell

Buchungs-Marktplatz für Beauty- und Kosmetiktermine mit angeschlossener Partner-Software für die Terminverwaltung.

Timify

Termin- und Ressourcenmanagement mit Online-Buchung, aus dem deutschsprachigen Raum, auch für größere Betriebe.

phorest

Salon- und Studio-Software mit Fokus auf Kundenbindung, Marketing-Automatisierung und Bewertungen.

Häufige Fragen zur Studio-Software

Welche Software eignet sich für ein kleines Kosmetikstudio?

Für ein kleines Studio zählt vor allem eine einfache Online-Terminbuchung mit automatischen Erinnerungen und eine schlanke Kundenverwaltung. Ob es zusätzlich eine integrierte Kasse mit TSE braucht, hängt davon ab, wie du abrechnest. Starte mit den Funktionen, die dich täglich entlasten, und wachse von dort.

Was kostet eine Kosmetikstudio-Software?

Das hängt stark vom Modell ab: monatliche Lizenzgebühr, Provision pro vermittelter Buchung oder eine kostenlose Basisversion mit bezahlten Zusatzfunktionen. Weil sich Tarife und Konditionen laufend ändern, vergleichst du die aktuellen Preise am besten direkt beim jeweiligen Anbieter.

Braucht meine Kassensoftware eine TSE?

Ja. Wenn du in Deutschland ein elektronisches Kassensystem einsetzt, muss es eine zertifizierte technische Sicherheitseinrichtung (TSE) haben und GoBD-konform aufzeichnen, dazu kommt die Belegausgabepflicht. Kläre vor dem Kauf, ob die Software das mitbringt.

Marktplatz oder eigene Software — was ist besser?

Beides hat seine Berechtigung. Ein Buchungs-Marktplatz bringt dir Reichweite und Neukundinnen, kostet aber Provision und teilt sich die Kundenbeziehung. Eine eigene Verwaltungssoftware gehört dir allein, bringt aber keine zusätzliche Sichtbarkeit. Viele Studios nutzen bewusst beides parallel.

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